Der Uli, der ist ein Jude!

 

Ulrich Rabe

„Der Uli, der ist ein Jude!"
Autobiografie

2015
92 Seiten, 9,90 Euro
ISBN 978-3-943084-21-4


Mit diesem Lebensbericht des "Halbjuden" begleitet der Leser ein Kind aus gut bürgerlicher Familie durch sein engagiertes Leben bis ins hohe Alter. Er ist neun Jahre, als er nichtsahnend von den Klassenkameraden erfährt: „Uli, der ist Jude!“. Die Rassenhetze der Nationalsozialisten bestimmen sein und seiner Familie Handeln. Das Abitur erschleicht er sich illegal. Die Deportation zur Zwangsarbeit ist der nächste Schritt. Er existiert nur noch als Nummer, die Persönlichkeit ist ausgelöscht. Hunger, Gefahr, Erschießungen stehen auf der Tagesordnung, aber es gibt auch anrührende, aufopfernde Hilfe. Endlich gelingt einer der Fluchtversuche. Als Kriegsge-fangener hat er Rechte, ist er wieder ein Mensch. Wieder zu Hause, erfährt er, wie viele seiner Verwandten umkamen – aber was wurde aus den anderen? Die jahrelange Suche nach Verwandten und der Zufall führten nach Schweden und damit zur  traurigen Wahrheit: Es bedurfte keines Lagers mit Stacheldraht, um Leben und auch das der nächsten Generation zu zerstören.
Damit kamen Fragen: Welche Erwartungen hatten sie, die rassisch Verfolgten, Häftlinge und Emigranten an ihr Leben „danach“? Welche Bedingungen fanden sie vor, als sie das Tor zur Freiheit tatsächlich oder symbolisch durchschritten? Welche Chancen hatten sie, ihre Träume zu verwirklichen? Was wollten und was konnten sie tun, um nun ein geachtetes, gleichwertiges Mitglied der Gemeinschaft zu werden? Wer scheiterte? Wer konnte verdrängen und neu anfangen? Wer war willkommen, wer nicht? Wer wollte das Leben „danach“ nutzen, um „so etwas nie wieder geschehen zu lassen“ und woher nahmen sie dafür die Kraft? Bei seinen Recherchen fand der Autor zahlreiche Biografien und wissenschaftliche Veröffentlichungen, die ihm halfen, seine Fragen zu beantworten.
Ulrich Rabe, Jg. 1926, ist verheiratet, hat zwei Söhne. Er wurde als sogenannter “Halbjude“ zur Nazizeit verfolgt. Nach der Befreiung studierte er und arbeitete wissenschaftlich. 1973 folgt eine Berufung zum Leiter des Wissenschaftsbereiches an der Botschaft in Tokio. 1978 erwarb er die Facultas Docendi und erhielt eine Dozentur an der "Hochschule für Seefahrt Warnemünde/ Wustrow". Nach seiner Invalidisierung im Jahr 1986 lehrte er Italienisch und Japanisch. Seitdem engagiert sich der Autor zunächst im Komitee der antifaschistischen Widerstands-kämpfer Rostock und seit 1991 in der gesamtdeutschen Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten.

   
"Der Uli, der ist ein Jude!"
Einzelpreis 9,90 €

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